FSV 1913/23 Schifferstadt e.V.

1.Mannschaft : Spielbericht Landesliga Ost, 6.ST

Phönix Schifferstadt   FSV Schifferstadt
Phönix Schifferstadt 2 : 0 FSV Schifferstadt
(1 : 0)
1.Mannschaft   ::   Landesliga Ost   ::   6.ST   ::   14.09.2018 (19:00 Uhr)

Spielstatistik

Gelbe Karten

Kai Ringelspacher, Domenic Fröhlich

Torfolge

1:0 (25.min) - Phönix Schifferstadt
2:0 (60.min) - Phönix Schifferstadt

Spielbericht

Rillig entscheidet Derby

Fussball: 700 Zuschauer sehen gestern Abend 2:0-Sieg von Landesligist Phönix Schifferstadt gegen den Nachbarn FSV

Von Thomas Leimert

 

Schifferstadt. Mit dem dritten Sieg in Folge klettert Fußball-Landesligist Phönix Schifferstadt in der Tabelle weiter nach oben. Das 2:0 (1:0) gestern Abend im Derby gegen den Nachbarn FSV fällt allerdings unter die Rubrik schwer erkämpfter Arbeitssieg. Die mutig agierenden Gäste sind weiterhin sieglos.

Am Ende sangen die Phönix-Spieler im Mittelkreis den Evergreen vom „Derbysieger“ und alle lagen sich in den Armen. Das Ergebnis drückt jedoch nicht aus, wie viel Arbeit die Gastgeber mit den Blauen hatten.Der FSV fand besser ins Spiel und setzte die ersten Akzente. Die Gäste spielten schnell, oft direkt und viel über Außen. Vor allem über ihrer rechte Seite kamen die 13er in der Anfangsphase häufig durch. Die ersten Gelegenheiten hatte Ringelspacher auf Flanke von Hafner per Kopf (7.) und auf Pass von Ferreira (13.). Phönix tat sich schwer, weil das Kombinationsspiel nicht in Gang kommen wollte. Gefährlicher war weiter der FSV. Felix Kleins Schuss nach klasse Pass seines Bruders Fabian kam zu zentral (20.), und nach Hafners Vorlage kam Fabian Klein einen Schritt zu spät (24.). „Bis dahin lief es wie wir uns das vorgestellt hatten. Der Plan ging auf“, sagte FSV-Kapitän Alexander Hödl, der zum Führungsspieler gereift ist.

Aus heiterem Himmel führte die erste Phönix-Chance zum 1:0. Nach Flanke von Koc gewann Dominik Jolic das Kopfballduell gegen Nowak (25.). Auch in der Folge hatten die Gäste die bessere Spielanlage, es fehlte nur die Genauigkeit im letzten Spielfelddrittel. Die Platzherren hatten gute Aktionen meist nur aufgrund ihrer individuellen Qualität. „Anfangs waren wir nervös. Aber in der zweiten Halbzeit hatten wir das Spiel unter Kontrolle“, betonte Phönix-Coach Ediz Sari.

Die zweite Hälfte begann allerdings mit einer Schrecksekunde für Phönix. Hafner und Ferreira bereiteten vor, doch Ringelspacher brachte den Ball nicht über die Linie (46.). Allmählich fingen sich die Gastgeber. Ihre beste Aktion war ein super Angriff mit Direktspiel über fünf Stationen (56.). Das 2:0 war ein Tor des Willens und die Entscheidung. Demele köpfte an die Latte, doch die Kugel kam zu Kader, der dem Torschützen Rillig prima auflegte (60.). „Mir ist eine Last von den Schultern gefallen, weil ich in den Spielen zuvor noch größere Möglichkeiten hatte. Spielerisch haben wir noch Luft nach oben“, sagte Rillig. Das Tor raubte dem FSV den Glauben an eine Wende. Kader verpasste bei einem Lupfer das 3:0 (69.). „Die Einstellung hat gestimmt, und wir haben guten Fußball gespielt. Dem 2:0 ging ein Handspiel Kaders voraus“, hadert FSV-Spielertrainer Christoph Mehrl.

So spielten sie

Phönix Schifferstadt: Wiegand - Radoy (66. Sempert), Berrafato (46. Gaul), Denis Jolic, Koc - Rillig - Höll (61. Wölk), Demele, Dominik Jolic, Maier - Kader

FSV Schifferstadt: Fohs - Hafner, Fröhlich, Hödl, Nowak - Tuna, Fleckenstein (74. Sellmann) - Fabian Klein (58. Göllner), Ferreira (68. Striebinger), Felix Klein - Ringelspacher

Tore: 1:0 Dominik Jolic (25.), 2:0 Rillig (60.) - Gelbe Karten: Demele, Kader - Fröhlich, Ringelspacher - Beste Spieler: Rillig, Dominik Jolic, Kader - Hödl, Hafner, Fabian Klein - Zuschauer: 700 - Schiedsrichter: Vollmar (Großsteinhausen).


14.09.2018, Alex Hödl

Spiel des Jahres

Phönix Schifferstadt morgen gegen FSV

SCHIFFERSTADT. Morgen, 19 Uhr, herrscht in Schifferstadt wieder Ausnahmezustand. Das Landesliga-Derby zwischen Phönix und dem FSV dürfte nach dem Rettichfest eines der bedeutsamsten Ereignisse in der Stadt sein.
Phönix-Trainer Ediz Sari (48) kennt die Bedeutung dieser Partie. „Als Spieler des FSV habe ich oft gegen Phönix getroffen“, erinnert sich der Coach. Seine Mutter habe die Zeitungsartikel von damals aufgehoben, die er nun wieder angeschaut habe.Mit der Gegenwart ist Sari noch nicht zufrieden. „Es gibt zu viele schwache Phasen in unserem Spiel. In Geinsheim haben wir nach gutem Beginn eine 2:0-Führung abgegeben“, moniert der Trainer. Die Findungsphase halte weiterhin an. Sari scheut sich daher nicht, unpopuläre Entscheidungen zu treffen. So nahm er Innenverteidiger Steffen Gaul vor dem Duell bei dessen ehemaligem Klub aus dem Team und brachte den im Sommer von den eigenen A-Junioren aufgerückten Simon Radoy. „Simon hat seiner Aufgabe prima gelöst“, lobt Sari den Abwehrspieler.
Gegen den FSV kehrt wohl der zuletzt lädierte Pietro Berrafato zurück. „Egal, wer aufläuft, ein Derby ist immer eine besondere Partie. Da spielen Tabellenstand und aktuelle Form keine große Rolle“, ist Sari überzeugt.

Sicher nicht auflaufen wird auf der Gegenseite Spielertrainer Christoph Mehrl (30). „Bei einem Pressschlag im Spiel in Bodenheim habe ich mir eine Schienbeinverletzung zugezogen“, berichtet Mehrl. Die Schwellung sei zwar zurückgegangen, aber ein Hämatom zurückgeblieben. Der Coach hofft, dass die ursprünglich veranschlagte Ausfallzeit von sechs bis acht Wochen reduziert werden kann. Sein Fehlen ist deswegen so gravierend, weil der FSV in der Innenverteidigung dünn besetzt ist. Zwar ist Domenic Fröhlich wieder gesund, aber ihm fehlt die Spielpraxis. Gegen Offenbach sah es bei einer 2:0-Führung nach dem ersten Saisonsieg aus, doch am Ende heiß es 2:2.

„Das Derby ist eine große Herausforderung für uns. Die Rollen sind klar verteilt“, sagt Mehrl und sieht sein Team in der Außenseiterrolle. Er baut auf eine Eigenheit: „Bei uns stehen 16 Schifferstadter im Kader, der Großteil von ihnen wird dabei sein. Wir werden alles reinwerfen und mit viel Herz spielen“, ist Mehrl sicher. Mit einem Sieg könne man vieles wettmachen. Vergangene Runde sei die Situation ähnlich gewesen. Damals entführte der FSV beim 1:1 einen Punkt aus der Höhle des Löwen.thl

 

Quelle: Die Rheinpfalz


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