FSV will Serie weiter ausbauen

Alex Hödl, 13.10.2016

FSV will Serie weiter ausbauen

13er zu Gast in Herxheim

Nach nun mittlerweile fünf Siegen in Folge und der Übernahme von Tabellenplatz eins, möchte die Mehrl-Elf am morgigen Freitag, 19.30 Uhr, in Herxheim nachlegen. Die Gastgeber belegen zurzeit den sechsten Tabellenrang und liegen schon zehn Punkte hinter den Schifferstadtern. Dementsprechend müssen die ambitionierten Südpfälzer den Abstand auf den Klassenprimus schleunigst reduzieren, möchte man den Anschluss nicht frühzeitig verlieren. Vor der Runde als einer der Topfavoriten gehandelt, hatten die Herxheimer einen durchwachsenen Rundenstart. Obwohl man mit Christian Slatnek einen ausgezeichneten Fußballer und erfahrenen Trainer verpflichten konnte, welcher auch etliche namhafte Spieler, wie Ismael Imre, Konstantin Stengel oder Cristian Cenusa an Land zog, wurden aus den ersten sechs Partien lediglich acht Punkte erzielt. Allerdings scheint sich die Viktoria in den letzten Wochen zunehmend zu finden, denn aus den vergangenen fünf Begegnungen wurde nur eine verloren. Das letzte Aufeinandertreffen beider Vereine liegt mittlerweile schon 33 Jahre zurück. Damals spielten beide Mannschaften in der Verbandsliga Südwest. Während der FSV an seine vorherigen sportlichen Erfolge im Anschluss nicht mehr anknüpfen konnte und einige Abstiege verkraften musste, hatten die Herxheimer Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre die erfolgreichste Zeit der Vereinsgeschichte. Mit zwei Aufstiegen in die Oberliga Südwest, dem Gewinn des Verbandspokals und die damit verbundene Qualifikation für den DFB-Pokal sind auch noch heute die Höhepunkte der Historie des SV Viktoria Herxheim. Doch die Gegenwart bringt beide Mannschaften wieder in der Landesliga Ost zusammen. Während die Gäste ihre erste Landesliga-Saison bestreiten, sind die Südpfälzer schon seit der Saison 2007/2008 in dieser Klasse vertreten. Zwar ist die Tabellenführung auf Schifferstadter Seite lediglich eine wunderschöne Momentaufnahme, dennoch ein enormer Ausdruck der Leistungsentwicklung seit Beginn der Amtszeit von Cheftrainer Christoph Mehrl. Vor knapp vier Jahren belegte der FSV noch einen Abstiegsplatz in der A-Klasse Mitte und heute, nach zwei Aufstiegen innerhalb von drei Jahren, einen Aufstiegsplatz, der zur Verbandsliga berechtigt. Ganze elf Akteure aus dem heutigen Kader trugen auch damals schon das Trikot der Blau-Weißen, was als Beweis für einen außergewöhnlichen Fortschritt gilt. Doch trotz aller Erfolge sieht sich die charakterlich gefestigte Elf, stets zu Demut und Bodenständigkeit verpflichtet. Diese Eigenschaften kann jeder FSV'ler mit viel Stolz in seiner DNA vorweisen. Jedem Kontrahenten wird mit Respekt begegnet, gleichwohl sich die 13er in den 90 entscheidenden Minuten selbstbewusst und kampfeslustig zeigen, weshalb sich der Aufsteiger in kürzester Zeit einen Namen machen konnte. Auch in der kommenden Partie müssen die Rettichstädter alles in die Waagschale werfen, was sie in der Vergangenheit ausgezeichnet hat. Auch ohne Christian Wolff, Andre Heims und Fabian Klein wird Cheftrainer Mehrl wiedermal eine schlagkräftige Truppe auf den Platz schicken können, die bereit ist, für ihre Farben alles zu geben.


Quelle:Schifferstadter Tageblatt