FSV mit Unentschieden in Duttweiler
Markus Heberger, 29.04.2014
- Partie geht ohne Höhepunkte zu Ende
Am Sonntag, den 13.04.2014, trafen der FSV Schifferstadt und der VFL Duttweiler aufeinander. Eigentlich auf dem Papier eine klare Angelegenheit, wenn man in Betracht zieht, dass der FSV von Sieg zu Sieg eilte in den letzten Partien und die Mannen aus Duttweiler seit Saisonbeginn um den Klassenerhalt kämpfen. Die Szenerie war definitiv angerichtet, bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen fanden sich reichlich Zuschauer auf dem Sportplatz in Duttweiler ein und bildeten eine schöne Kulisse. Der FSV wollte mit einem Sieg seine Aufstiegsaspirationen untermauern und den nächsten Sieg einfahren. Das Trainerteam Mehrl und Armbrüster warnten dementsprechend vor einem unangenehmen Gegner, so dass man eigentlich davon ausging, dass der FSV auf die kämpferische Einstellung des VFL Duttweilers eingestellt war. Doch weit gefehlt, nach einer schwachen Leistung beider Mannschaften konnte der Tabellenführer lediglich einen Punkt aus Duttweiler entführen und spiele 0:0. Duttweiler bestätigte damit die Heimstärke, der Liganeuling hat gefühlt jeden Punkt auf dem eigenen Platz erkämpft. So entwickelte sich auch von Beginn an ein Spiel, das sich vor allem über den Kampf definierte. Duttweiler verstand es tief zu stehen und die Räume eng und dicht zu staffeln, der FSV machte das Spiel, hatte aber vor allem im letzten Drittel starke Probleme Gefahr zu entwickeln. Zu oft wurden die falschen Entscheidungen getroffen, Abspiele wurden verpasst oder aus ungünstigen Distanzen auf das Tor geschossen. Beim FSV fehlten etliche Spieler, so dass wieder auf mehreren Positionen rotiert wurde und speziell die Offensive mit Tamas Kocsis im Sturm gänzlich neu aufgestellt war. Was in den Wochen zuvor noch hervorragend klappte, schien dieses Mal nicht 100% aufzugehen, während man in der Defensive weiterhin sicher und stabil stand, hatte man vor allem offensiv Probleme schnell und zielstrebig auf das gegnerische Tor zu spielen. Zwar schaffte man es oftmals sich bis vor den Strafraum der Hausherren zu kombinieren, allerdings fehlten in den entscheidenden Momenten die Genauigkeit und etwas Fortune, um wirklich gefährliche Torchancen herauszuspielen. Lediglich Mehrl hatte Mitte der ersten Halbzeit eine Aktion, die sich als Torchance titulieren lässt. Nach schöner Ballannahme wurde er nicht attackiert und feuerte aus 20 Metern direkt auf das gegnerische Tor, der gut spielende Torhüter der Heimmannschaft wusste diese Torchance allerdings zu vereiteln. Die in den letzten Wochen stark aufspielenden Daniel Stark und Fabian Klein wurden definitiv vermisst und auf Einzelaktionen und gefährliche Abschlüsse wartete man vergebens. Mit zunehmender Spieldauer wurde das Spiel zusätzlich noch deutlich ruppiger, dem FSV konnte man die Unzufriedenheit anmerken, während Duttweiler unbedingt nicht verlieren wollte, um sich wichtige Punkte im Abstiegskampf zu sichern. Kurz vor Schluss eskalierte die Situation dann fast, Kapitän Kevin Schimming wurde böse gefoult und der dazu eilende Sebastian Magin wurde dann noch Opfer einer klaren Tätlichkeit. Der oftmals überfordert wirkende Schiedsrichter machte auch in dieser Situation keine gute Figur und konnte die Rudelbildung erst nach mehreren Minuten auflösen. Schlussendlich muss der FSV dieses Spiel als warnendes Beispiel sehen, nach vorne schauen und die restlichen Partien wieder mit vollem Elan bestreiten, damit die nötigen Punkte für den Aufstieg schnellstens eingefahren werden.
-mh
Quelle:Schifferstadter Tagblatt